Wolf hinkt etwas hinterher

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund darf sich seit mehreren Wochen Tabellenführer der Bundesliga nennen. Schwarz-Gelb ist die bisher konstanteste Mannschaft und spielt insgesamt den besten Fußball. All das geschieht größtenteils ohne Marius Wolf.

In diesem Sommer war der Angreifer für fünf Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zum BVB gewechselt. Der 23-Jährige war bei den Hessen in der Vorsaison der Shootingstar, erzielte in 28-Bundesliga-Spielen für die Eintracht fünf Tore und legte neun weitere Treffer auf. Grund genug für Dortmund, im Sommer zuzuschlagen. Erst Recht, da die Ablöse keine große Hürde war. In Dortmund allerdings läuft es für Wolf noch nicht. Nur in vier Bundesliga-Spielen kam er bisher zum Einsatz, beim 3:1-Sieg gegen Ex-Klub Frankfurt gelang ihm immerhin ein Tor.

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Seit dem vierten Spieltag aber kam Wolf für Schwarz-Gelb in der Liga nicht mehr zum Einsatz. Gegen den 1. FC Nürnberg (7:0) stand er nicht im Kader, beim 4:2-Erfolg bei Bayer 04 Leverkusen wurde er nicht eingewechselt. Danach verpasste er zwei Partien aufgrund eines Muskelfaserrisses, beim 2:2 gegen Hertha BSC saß er erneut 90 Minuten auf der Bank. Immerhin scheint Trainer Lucien Favre seinen Schützling nicht vergessen zu haben. Denn beim 3:2-Sieg im DFB-Pokal nach Verlängerung gegen Union Berlin durfte Wolf für 91 Minuten mitwirken, eine Torbeteiligung gelang ihm nicht. Am Samstag gegen Wolfsburg (1:0) fehlte er erneut im Aufgebot der Borussia.

Konkurrenz im Angriff sehr groß

Wolf steckt in Dortmund in einer schwierigen Situation, denn wohl in kaum einem Bundesliga-Verein wäre seine Konkurrenz so groß, wie sie beim BVB ist. Marco Reus ist gesetzt, Maximilian Philipp zeigte schon in der abgelaufenen Saison seine Klasse und kostete Schwarz-Gelb 20 Millionen Euro und Jadon Sancho ist aktuell in absoluter Top-Form. Auch Sommerzugang Paco Alcácer schießt Tor um Tor. So wird es für Wolf sehr schwierig, sich in die aktuell bestens funktionierende BVB-Offensive zurückzukämpfen. Seine nächsten Chancen muss er nutzen.