Wolfsburg beendet Leipzigs Höhenflug

Foto: John Macdougall/AFP/Getty Images

Der VfL Wolfsburg hat den Höhenflug von RB Leipzig mit einem entschlossenen Auftritt beendet. Das Team von Trainer Bruno Labbadia schlug die zuvor zehn Bundesliga-Partien unbesiegten Sachsen mit 1:0 (0:0). Damit verhinderte der VfL den Sprung der Gäste um Trainer Ralf Rangnick auf Rang zwei.

Jérôme Roussillon nutzte einen Abpraller nach einem Schuss von Daniel Ginczek zur 1:0-Führung des VfL in der 50. Spielminute. Für Leipzig war dies der erste Gegentreffer nach fünf Partien mit makelloser Defensive. Schon zuvor hatte sich Wolfsburg gute Gelegenheiten erarbeitet. Leipzig wollte den Schwung aus den beiden 3:0-Siegen in Berlin und gegen Leverkusen nach der Länderspielpause wieder aufnehmen. Bei einem Grad Celsius liefen die Gäste vor 22.832 Zuschauern aber nicht sofort heiß, der gut organisierte und wie RB mit einer Mittelfeldraute agierende VfL bereitete Rangnicks Team von Beginn an Probleme.

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Zwar köpfte erst Yussuf Poulsen nach einer Flanke von U21-Nationalspieler Lukas Klostermann knapp am Tor von Koen Casteels vorbei (9.). Doch die Wölfe hatten die deutlich bessere Chance zu bieten: Nach einem Durcheinander im Gäste-Strafraum stocherte Ginczek den Ball aufs Tor – und die Wölfe-Fans setzten schon zum Jubel an. Doch Leipzigs Torhüter Péter Gulácsi rettete gerade noch so auf der Linie (14.). Leipzig kam, die Offensive um Timo Werner war bemüht – doch auch der nächste Hochkaräter gehörte dem Gastgeber. Maximilian Arnold schickte Ginczek mit präzisem Anspiel Richtung Tor, dem Angriffer versagten frei vor Gulácsi jedoch die Nerven (30.). Beinahe hätte Ginczek noch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff seine dritte Einschussgelegenheit erhalten, doch Ibrahima Konaté fing den Pass mit dem Arm ab.

Spektakel kurz nach der Pause

Nach dem Wechsel ging es plötzlich hin und her. Erst traf Wolfsburgs Admir Mehmedi aus spitzem Winkel den Außenpfosten (47.), dann landete auf der Gegenseite der Versuch von Diego Demme ebenfalls am Aluminium und sprang dann von Casteels Rücken über das Tor (48.). Dann traf der VfL – mithilfe eines immer wieder eingesetzten Stilmittels. Zum wiederholten Male brach Ginczek nach hohem Anspiel durch und nutzte seine Tempovorteile. RB war nun gefordert, doch Wolfsburg verteidigte giftig und den Gästen fehlten bis in die Schlussphase die Geistesblitze.