Wolfsburg beim Labbadia-Debüt in Mainz unter Druck

Im Kellerduell zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg am Freitag (20.30 Uhr) benötigen beide Teams dringend drei Punkte. Bei den „Wölfen“ steht erstmals der neue Cheftrainer Bruno Labbadia an der Seitenlinie.

Nur ein Sieg gelang Wolfsburg in den vergangenen neun Partien. Der glücklose Trainer Martin Schmidt zog Konsequenzen aus der Misere und trat nach der jüngsten 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München etwas überraschend zurück. Seit Dienstag ist Labbadia im Amt – und der steht gleich mächtig unter Druck. Verliert der VfL bei den Rheinhessen, droht der Absturz auf den Relegationsplatz. Der neue Übungsleiter der „Wölfe“ gibt sich aber betont gelassen. „Auf die Tabelle schaue ich momentan nicht. Wir haben alles selbst in der Hand und so wollen wir das Spiel auch angehen“, meinte er. Einfach wird die Aufgabe mit einer verunsicherten Wolfsburger Mannschaft keineswegs. Zumal mit Sebastian Jung seit dem Spiel gegen die Bayern nach Jakub Błaszczykowski, Ignacio Camacho, John Anthony Brooks, Felix Uduokhai, Marcel Tisserand und Yannick Gerhardt der nächste potenzielle Stammspieler verletzt ausfällt. Außerdem fehlt Maximilian Arnold gelbgesperrt.

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Mainz hielt an Trainer Sandro Schwarz fest – und der verschaffte sich am vergangenen Freitag prompt Luft im Abstiegskampf. Nach drei Niederlagen in Serie besiegte der Tabellensechzehnte Hertha BSC mit 2:0. Am Freitag winkt die Chance, den Relegationsrang zu verlassen und einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Schwarz spielt die Bedeutung des „Sechs-Punkte-Spiels“ gegen Wolfsburg aber herunter. „Wichtig sind für uns ausschließlich Ruhe und Sachlichkeit, keine Rechenspiele“, betonte er und zeigte sich einigermaßen unbeeindruckt vom Trainerwechsel bei den Gästen: „Entscheidend ist, wie wir auftreten. Denn dann ist es egal, wer an der Seitenlinie steht.“ Personell kann der Coach der 05er voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen.

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, Itter – Guilavogui – Mehmedi, Malli, Didavi, Steffen – Origi

1. FSV Mainz 05: Zentner – Bell, Balogun, Diallo – Donati, Holtmann – Gbamin – de Jong, Latza – Berggreen, Quaison

Mainz sammelte gegen Hertha frisches Selbstbewusstsein und tritt im eigenen Stadion an, der VfL hat trotz Verletzungspech die höhere individuelle Klasse und hofft auf den Trainer-Effekt. Der Ausgang dieses Spiels ist mit Spannung zu erwarten.