Wolfsburg oder Gladbach: Wer bleibt oben dran?

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Für Borussia-Coach Dieter Hecking ist das Duell beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) eine Reise in die Vergangenheit. Der Gladbacher Übungsleiter feierte seine größten Erfolge mit den „Wölfen“. Während die Borussia sich weiter in der Spitzengruppe etablieren will, peilt der VfL seinen dritten Saisonsieg an.

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia kann mit dem Saisonstart zufrieden sein: Die „Wölfe“ holten acht Zähler aus den ersten fünf Partien und belegen derzeit den sechsten Tabellenrang. Nach zwei Jahren hartem Abstiegskampf treten die Niedersachsen in der laufenden Spielzeit bislang erfrischend solide auf. Die Entwicklung des VfL hatte nach zwei Siegen zum Auftakt zuletzt allerdings ein kleines Tief. Die Wolfsburger sind seit drei Spielen sieglos, am Mittwochabend mussten sie sich mit einem 0:0 in Mainz begnügen. Besonders die Chancenverwertung wurde nach dem Abpfiff bemängelt. Die generelle Entwicklung sei laut Labbadia aber „sehr positiv“. „Wichtig ist es jetzt, dass wir mit Rückschlägen gut umgehen“, meinte der 52-Jährige. Die Borussia sei „eine der spielstärksten Mannschaften“, dennoch will der VfL offensiv dagegenhalten. „Wir wollen die Freude, die wir am Fußball haben, auch auf das Spielfeld übertragen“, forderte Labbadia. Innenverteidiger Jeffrey Bruma und Offensivmann Admir Mehmedi sind noch fraglich, ansonsten kann der Coach aus dem Vollen schöpfen.

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„Ich freue mich auf die Rückkehr nach Wolfsburg. Ich habe noch viele Kontakte zu meinem alten Verein“, sagte Borussia-Coach Hecking am Freitag. Der 54-Jährige war von Januar 2013 bis Oktober 2016 Cheftrainer der Niedersachsen und führte sie 2015 zum DFB-Pokalsieg und der Vize-Meisterschaft. Doch auch in Mönchengladbach ist Hecking in der laufenden Saison erfolgreich unterwegs: Die „Fohlen“ stehen derzeit mit zehn Punkten aus fünf Spielen auf Rang vier. Zuletzt besiegten die Gladbacher Eintracht Frankfurt am Mittwochabend mit 3:1. Hecking möchte seiner Mannschaft in der Autostadt eine ähnliche Herangehensweise mit auf den Weg geben wie gegen die Hessen: „Es wird auch in Wolfsburg darauf ankommen, dass wir aus einer sehr guten Kompaktheit heraus spielen.“ Dabei werden ihm Raffael (Wadenprobleme) und Josip Drmić (Rückenprobleme) nicht zur Verfügung stehen. Kapitän Lars Stindl könnte dagegen nach überstandenem Syndesmosebandriss wieder eine Option werden. „Wir müssen noch abwarten, ob es bei Lars schon für Samstag reicht“, meinte Hecking.

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Camacho – Rexhbecaj, Arnold – Mehmedi, Brekalo – Ginczek

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Beyer, Ginter, Elvedi, Wendt – Kramer – Neuhaus, Zakaria – Hazard, Johnson – Pléa

Beide Mannschaften wollen ihre Position im oberen Tabellendrittel halten, die Gladbacher haben allerdings den Trend auf ihrer Seite und sind daher leicht favorisiert. Kann die Borussia an den Auftritt gegen Frankfurt anknüpfen, sollten auch in Wolfsburg drei Punkte zu holen sein. Die Hausherren müssen sich vor heimischem Publikum wieder auf die Leistungen aus den ersten beiden Saisonspielen besinnen.