Wolfsburg vor Riesenhürde BVB

Foto: Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

Es gibt einfachere Aufgaben als die, die dem VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) bevorsteht. Die Niedersachsen empfangen Borussia Dortmund. Und damit eine Mannschaft, die derzeit in absoluter Top-Verfassung ist. Der BVB will sich weiter an der Tabellenspitze festsetzen.

Zwölf Punkte nach neun Spieltagen bedeuten für Wolfsburg aktuell den zehnten Tabellenplatz. Die Niedersachsen haben in der laufenden Saison schon Spiele abgeliefert, in denen sie durchaus zu überzeugen wussten. So gewannen die „Wölfe“ mit 2:1 gegen den FC Schalke 04 und mit 3:1 bei Bayer 04 Leverkusen. Zeitgleich allerdings gab es auch einige enttäuschende Leistungen, wie beispielsweise beim 1:3 gegen den SC Freiburg. Zuletzt durfte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia wieder jubeln, als sie Hannover 96 im DFB-Pokal mit 2:0 schlug. Der Coach weiß, was gegen den BVB nötig sein wird, um erfolgreich zu sein. „Wir brauchen am Samstag eine Top-Leistung. Und die traue ich uns zu. Wir haben uns in einer schwierigen Phase nicht beirren lassen, aber wir lassen uns auch nicht von zwei Siegen beirren“, sagte er auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie. Entscheidend werde sein, „was wir dagegenstemmen. Und ich glaube daran, dass wir im Spiel gut dagegenhalten können.“

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Der BVB tat sich unter der Woche im DFB-Pokal gegen Union Berlin schwerer als gedacht. Gegen den starken Zweitligisten mussten die Westfalen am Ende sogar den Umweg über die Verlängerung nehmen, erst in der 121. Minute erlöste Kapitän Marco Reus Schwarz-Gelb und traf vom Punkt aus zum 3:2. In der Bundesliga gab es zuletzt ebenfalls überwiegend Erfolgserlebnisse; mit 21 Punkten steht Dortmund nach neun Spieltagen auf Tabellenplatz eins. Rekordmeister FC Bayern München allerdings konnte sich auf zwei Zähler heranschieben, da die Borussia zuletzt gegen Hertha BSC zwei Punkte liegen ließ (2:2). Trainer Lucien Favre erklärte auf der Pressekonferenz unter der Woche, dass mit den „Wölfen“ kein leichter Brocken wartet. „Wolfsburg hat eine gute Mannschaft und zweimal hintereinander gewonnen. Ihre Spiele waren aber immer sehr eng“, sagte er. Personell müsse er „unbedingt rotieren“, betonte der Übungsleiter.

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Tisserand, Brooks, Roussillon – Arnold – Rexhbecaj, Gerhardt – Ginczek, Brekalo – Weghorst

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Toprak, Zagadou, Guerreiro – Witsel, Delaney – Pulisic, Reus, Sancho – Alcácer

Dortmund ist am Samstag der klare Favorit. Schwarz-Gelb ist die aktuell wohl stärkste Mannschaft der Bundesliga und wird die „Wölfe“ vor große Probleme stellen. Die Niedersachsen müssen an ihre Leistungsgrenze gehen und hoffen, dass die Borussia vielleicht nicht ihren besten Tag erwischt.