Wolfsburger Tief: Allofs „leidet mit“

Klaus Allofs verrät, dass ihn die aktuelle Krise seines Ex-Klubs VfL Wolfsburg mitnimmt. Der frühere Geschäftsführer vermisst bei den abstiegsbedrohten Niedersachsen Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren.

In „Wontorra – der Fußball-Talk“ bei Sky sagte Allofs, der von 2012 bis 2016 Geschäftsführer Sport in Wolfsburg war, mit Blick auf das sportliche Tief des Tabellenfünfzehnten: „Es waren sehr erfolgreiche Jahre. Mir hat es sehr leid getan, das nicht erfolgreich weiterführen zu können. Von daher leidet man schon mit.“ Dem 61-Jährigen fehlen beim VfL Profis, die sich komplett auf den Klub einlassen. „Gerade in Wolfsburg braucht man Spieler, die sich mit der Aufgabe zu einhundert Prozent identifizieren. Das war nach August 2015 nicht mehr der Fall, viele Spieler wollten den Verein verlassen“, erklärte er und ergänzte: „Das hat sich auf die Leistung der Spieler und die Integration der neuen Spieler ausgewirkt.“

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Eine Rückkehr ins Fußballgeschäft schloss Allofs nicht aus, auch wenn er seine Auszeit genießt. „Ich lebe jetzt eine andere Facette des Lebens. Nicht gesteuert von Transferperioden und anderen Terminen. Man merkt aber auch, dass der Stress über 40 Jahre auch Spaß gemacht hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass mich eine Aufgabe wie in Bremen oder Wolfsburg nochmal interessieren könnte“, meinte er.

Brekalo erleidet Gehirnerschütterung

Beim VfL haben sie aktuell andere Sorgen, nach der 0:3-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim hat sich die Krise in der Autostadt nochmals verschärft. „Wir sind in der Situation, dass wir kämpfen müssen. Wir versuchen die Situation zu überstehen und sind sicher, dass wir mit Trainer Bruno Labbadia auch da rauskommen“, meinte Sportdirektor Olaf Rebbe nach der deutlichen Niederlage. Zu allem Überfluss verlor der VfL gegen die Kraichgauer mit Josip Brekalo auch noch einen der wenigen Aktivposten der vergangenen Wochen kurz nach der Pause mit einer Gehirnerschütterung. Der 19-Jährige verbrachte die Nacht in einer Sinsheimer Klinik, am Sonntag gab es die offizielle Diagnose.