Wundertüte Werkself: Nächste Runde oder nächster Rückschlag?

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Bayer 04 Leverkusen kann am Donnerstagabend (21 Uhr) vorzeitig in die nächste Runde der Europa League einziehen. Bei einer Niederlage gegen den FC Zürich müsste allerdings noch einmal gezittert werden.

Zwei Wochen nach der 2:3-Hinspielpleite im Letzigrund kann Leverkusen auf der Achterbahnfahrt durch die Saison mit einem Sieg gegen den Schweizer Pokalsieger bereits das Überwintern im Europacup sichern – sofern das Parallelspiel Ludogorez Rasgrad gegen AEK Larnaka unentschieden endet. Sollte hingegen Zürich sein viertes Gruppenspiel in Folge gewinnen, müsste Bayer vor den letzten beiden Partien gegen die Außenseiter aus Bulgarien und Zypern noch einmal ums Weiterkommen bangen.

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„Wir haben vor zwei Wochen kein gutes Spiel gemacht, deshalb ist unser Ziel ganz klar. Wir wollen gegen Zürich gewinnen und möglichst neun Punkte haben. Ob es dann reicht, müssen wir abwarten. Aber grundsätzlich wollen wir wieder in ein ruhiges Fahrwasser kommen“, sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich, der zwangsläufig gegen die in der Schweizer Super League seit vier Spieltagen sieglosen Gäste rotieren muss. Der zuletzt überragende Karim Bellarabi und Abwehrchef Sven Bender werden jeweils wegen Muskelproblemen in Watte gepackt, damit sie am Sonntag in der Liga bei RB Leipzig wieder einsatzfähig sind.

Aránguiz vor dem Comeback

„Es macht keinen Sinn, bei Karim und bei Sven irgendein Risiko einzugehen. Ich sehe eine große Chance, dass beide bis Sonntag fit werden. Wir machen kein Harakiri“, sagte Herrlich. Der Bayer-Coach, der beim 1:4 am vergangenen Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim bei seinem Team mehr Licht als Schatten gesehen hatte, kann dafür wieder auf Charles Aránguiz zurückgreifen. Der Chilene hatte wochenlang wegen Achillessehnen- und Kniebeschwerden gefehlt. „Charly hat die Erfahrung – das hat die Vergangenheit gezeigt –, dass, wenn er gefehlt hat, er direkt bei 100 Prozent war, wenn er rein kam“, sagte Herrlich und deutete damit ein Comeback des 29-Jährigen gegen Zürich an.

Unabhängig vom Personal ist Sport-Geschäftsführer Rudi Völler überzeugt davon, dass seine Mannschaft nach den vielen Nackenschlägen im ersten Saisonviertel endlich die Kurve bekommen hat. „Die Mannschaft hat begriffen, um was es geht, und ihre Klasse in Bremen und Mönchengladbach bewiesen. Auch gegen Hoffenheim haben wir es bis auf das Ergebnis gut gemacht. Daran müssen wir gegen Zürich anknüpfen“, sagte der Weltmeister von 1990. Bei Werder hatte Bayer 6:2 gewonnen, im Pokal bei Gladbach 5:0. So ein Fußballfest wünschen sich Völler und Herrlich nun auch einmal in der BayArena.