Zentner sammelt weiter Pluspunkte

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Als der „dreckige“ Sieg unter Dach und Fach war, reckte Robin Zentner beide Arme in den Himmel und atmete tief durch. Mit zwei Wahnsinnsparaden gegen Rouwen Hennings und Niko Gießelmann hatte die etatmäßige Nummer drei des 1. FSV Mainz 05 den 1:0 (0:0)-Sieg der Rheinhessen bei Fortuna Düsseldorf festgehalten und wurde nach dem Abpfiff dafür von seinen Kollegen gefeiert.

„Ich habe genauso viel Anteil an diesem Sieg wie meine Kollegen. Es fühlt sich aber gut an, zu Null zu spielen, das hat man ja nicht so oft“, sagte der 24-Jährige nach seiner starken Vorstellung in aller Bescheidenheit. Dabei untertrieb er mächtig, denn ohne seine vielen Glanztaten hätten die Gäste beim Aufsteiger bis zu ihrem Siegtreffer durch Jean-Philippe Mateta (70.) wohl längst aussichtslos im Hintertreffen gelegen und sich nicht auf 18 Punkte verbessern können. „Er hat uns heute den dreckigen Sieg gerettet. Wenn wir eines nicht haben, dann ist es ein Torwartproblem“, sagte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder anerkennend über den 24-Jährigen, der die Fortuna-Offensive um Dodi Lukebakio, der eine knappe Woche zuvor beim 3:3 beim FC Bayern München dreimal getroffen hatte, reihenweise zur Verzweiflung gebracht hatte.

- Anzeige -

„Das ist sein Job, den Kasten sauber zu halten“, sagte Torwarttrainer Stephan Kuhnert lachend, „ich weiß, was der Junge drauf hat“. Eine Empfehlung, wer nach der Rückkehr von Florian Müller, der in den nächsten Tagen wieder ins Training einsteigen soll, neue Nummer eins bei den Mainzern werden soll, will der Ex-Profi seinem Chef Sandro Schwarz aber nicht geben: „Mein Tipp, Miracel Whip“, sagte er scherzhaft, ehe sich dann Zentner selbst zu Wort meldete: „Ich will bei Mainz 05 erster Torwart sein. Das ist mein klares Ziel. Dafür möchte ich mich in jedem Training und jedem Spiel aufdrängen.“

Schwarz bescheinigte seinem Keeper zwar einen „Supertag“, große Hoffnungen machte er Zentner aber nicht: „Erst müssen wieder mal alle Torleute auf dem Platz stehen, dann sehen wir weiter. Ich bin froh, dass ich so gute Torhüter habe. Noch ist keine Entscheidung gefallen.“ Nach den Ausfällen von Müller und Ex-Nationalkeeper René Adler hat Zentner, der aus der Mainzer Jugend stammt und in Düsseldorf sein 23. Pflichtspiel für die FSV-Profis absolvierte, auf alle Fälle in den vergangenen Spielen Pluspunkte gesammelt. Derzeit redet jedenfalls keiner mehr über seinen Lapsus aus dem vergangenen Jahr, als er beim 1:1 in Mönchengladbach Ball und Elfmeterpunkt verwechselte und ein unglaubliches Luftloch schlug.