Zorc bemängelt Chancengleichheit in der Bundesliga

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund hat die Chancengleichheit in der Fußball-Bundesliga bemängelt. Diese Spanne zwischen den Top-Klubs sei in anderen Ligen nicht so groß wie in Deutschland.

„Die wirtschaftlichen Unterschiede sind einfach zu groß, um mit den Bayern mitzuhalten“, sagte der 55-Jährige im Kicker-Interview. Wenn ein Klub „200 Millionen Euro mehr Umsatz hat als der andere“, wirke sich das unweigerlich auf die Mannschaft aus. „In England gibt es fünf Klubs in einer ähnlichen Größenordnung, in Spanien mindestens zwei“, sagte Zorc. Der gebürtige Dortmunder wünscht sich dennoch „mehr Widerstand“ in Spielen gegen München: „Wir als Borussia Dortmund fahren dorthin, um zu gewinnen.“

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Als Hauptkonkurrenten um die Champions League-Plätze nannte Zorc Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen und Schalke, wobei „Leipzig natürlich die nötigen finanziellen Ressourcen“ habe. Zorc lobte die Sachsen zudem für die Verpflichtung von Trainer Julian Nagelsmann ab 2019. Der frühere Mittelfeldspieler sieht aber auch den BVB dank den Verpflichtungen von Axel Witsel (Tianjin Quanjian) und Thomas Delaney (SV Werder Bremen) besser aufgestellt. „Wir waren nicht robust genug. Mit den beiden Jungs erwarte ich, dass wir mehr Widerstand leisten“, sagte er. In die Bundesliga-Saison starten die Westfalen am kommenden Sonntag (18 Uhr) gegen RB Leipzig.

(sid)