Zorc: „Unerheblich, wo der FC Bayern steht“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

BVB-Sportdirektor Michael Zorc bemühte sich, nach der Verkündung der wirtschaftlichen Rekordzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Erwartungen zu dämpfen. Von einem Angriff auf Serienmeister FC Bayern München könne keine Rede sein.

„Wir benutzen den Begriff Bayern-Jäger nicht. Wir wollen aus unseren Möglichkeiten das Beste herausholen. Wir haben einen Neustart ausgerufen. Das braucht Zeit. Für uns ist unerheblich, wo der FC Bayern steht“, sagte Zorc am Freitag. Roman Bürki hat das Duell um den Platz im Tor gegen seinen Schweizer Landsmann Marwin Hitz derweil für sich entschieden. „Roman wird unsere Nummer eins“, sagte der neue BVB-Trainer Lucien Favre vor dem Bundesliga-Auftakt der Schwarz-Gelben gegen RB Leipzig (Sonntag, 18 Uhr). Damit geht der 27-jährige Bürki auch in sein viertes Dortmunder Jahr als Stammkeeper. Ob diese Regelung nur für die Liga oder für alle Wettbewerbe gilt, ließ Favre offen. Hitz wurde zur neuen Saison ablösefrei vom FC Augsburg verpflichtet, nachdem der 2014er-Weltmeister Roman Weidenfeller seine Karriere beendet hatte.

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Einen Startelf-Einsatz des 20-Millionen-Neuzugangs Axel Witsel ließ Favre ebenfalls offen. „Er hat noch nicht viel gespielt. Wir wissen noch nicht, ob er schon bereit ist für 90 Minuten“, sagte der Schweizer. Fraglich ist zudem, ob Favre gegen RB auf Flügelspieler Marius Wolf zurückgreifen kann, der sich am Donnerstag im Training verletzt hatte: „Er wird am Samstag probieren zu trainieren. Ich weiß noch nicht, ob er spielen kann.“ Das Comeback von Julian Weigl wird derweil noch ein bisschen auf sich warten lassen, der Mittelfeldspieler mache aber Fortschritte. „Es braucht noch eine Zeit. Er hat seit Mai nicht mehr gespielt, das ist ziemlich lang“, meinte Favre.