Zorc: „Wir mussten eine Grundsatzentscheidung treffen“

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund hat im Sommer mehr als 75 Millionen Euro in neue Spieler investiert. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat sich in einem Interview nun ausführlich zur Transferpolitik der Schwarz-Gelben geäußert.

„Wir mussten eine Grundsatzentscheidung treffen“, sagte der 56-Jährige im Gespräch mit der Sport Bild. „Sind wir bereit, so viel Geld nicht nur in gestandene Profis, sondern auch in einen sehr jungen Spieler zu investieren? Abdou Diallo passte genau in unser Anforderungsprofil.“ 28 Millionen Euro hatte sich der BVB den 22-jährigen Verteidiger vom 1. FSV Mainz 05 kosten lassen. Zorc habe trotz der hohen Ablöse „zu keiner Zeit ein schlechtes Gefühl“ gehabt und bescheinigte Diallo gleichzeitig „eine extreme Perspektive“. Der französische Innenverteidiger sei einer der Spieler, „durch deren Verkäufe wir später deutlich mehr eingenommen als zuvor ausgegeben hatten“ – Paradebeispiele dafür sind unter anderem Ousmane Dembélé oder Mats Hummels.

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Eine derartige Entwicklung ist bei Axel Witsel, der für 20 Millionen Euro von Tianjin Quanjian geholt wurde, nicht zur erwarten. „Was ich sagen kann, ist, dass Axel ein ganz zentraler Baustein ist“, betonte Zorc. „Er erfährt absolute Wertschätzung und totale Akzeptanz von seinen Mitspielern.“ Witsel passe „hervorragend zum BVB und in unsere Region“. Paco Alcácer hingegen habe schon seit mehreren Jahren auf dem Wunschzettel der Schwarz-Gelben gestanden, bis im Sommer der Durchbruch in den Verhandlungen mit dem FC Barcelona gelang. „Wir kannten Paco schon lange, haben ihn vor Jahren in den spanischen U-Nationalmannschaften beobachtet“, meinte Zorc. Für Alcácer sei vor allem die Aussicht auf eine Rückkehr in die spanische Nationalmannschaft entscheidend gewesen.