Zwei Bayern-Bezwinger in der Elf des Spieltags

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

3:0 gewinnt man nicht alle Tage in München – ihre Nominierung für die Elf des Spieltags haben sich Jonas Hofmann und Christoph Kramer also redlich verdient. Neben dem Duo von Borussia Mönchengladbach stehen zwei Spieler von RB Leipzig und ein Trio von Eintracht Frankfurt am siebten Spieltag in der Lattenkreuz-Auswahl.

Torwart: Kevin Trapp
Für Kevin Trapp und Eintracht Frankfurt war es keine einfache Partie: In Unterzahl verteidigten die Hessen am Sonntagnachmittag eine 2:1-Führung gegen Hoffenheim – und hätten sich beinahe spät noch den Ausgleich gefangen. Gegen einen Kopfball Ishak Belfodils jedoch war Trapp in der Nachspielzeit mit sensationellem Reflex zur Stelle. Bereits zuvor hatte der 28 Jahre alte Rückkehrer mit guten Reflexen und sicherem Stellungsspiel seine ungebrochene Klasse unter Beweis gestellt.

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Innenverteidigung: Willi Orban, Makoto Hasebe und Jonathan Tah
Zugegeben, viel zu tun hatte Willi Orban am Sonntag nicht. Die Offensive von RB Leipzig schließlich rannte Nürnberg beim 6:0 regelrecht im Alleingang nieder. Dennoch war auch der Auftritt Orbans ein grandioser. In nur zwei Zweikämpfen hatte der 25-Jährige das Nachsehen, zudem verbuchte er eine Passquote von 100 Prozent. Vorne hatte Orban Pech bei einem Kopfball an den Pfosten. Ebenfalls eine herausragende Passquote verbuchte Makoto Hasebe, der bei Eintracht Frankfurt erneut als zentraler Mann in der Dreierkette auflief. 96 Prozent seiner Zuspiele brachte der Japaner zum Mitspieler, überzeugte zudem durch Stellungsspiel und viel Ruhe am Ball. Lediglich in einem Zweikampf unterlag Hasebe beim 2:1 gegen Hoffenheim. Dritter Mann in der Innenverteidigung ist Jonathan Tah. Die Abwehrreihen schließlich waren der dominierende Mannschaftsteil beim Duell zwischen Bayer 04 Leverkusen und Freiburg (0:0). Und aufseiten der „Werkself“ lieferte Tah einen tadellosen Auftritt ab. Zudem schaltete sich der 22-Jährige bei Standards immer wieder in die Offensivaktionen seines Teams ein.

Defensives Mittelfeld: Christoph Kramer
Um den FC Bayern in Schach zu halten, braucht es eine funktionierende Mittelfeldzentrale – und diese hatte Borussia Mönchengladbach am Samstagabend in Person von Christoph Kramer. Laufintensiv und taktisch diszipliniert war der Auftritt des 27-Jährigen, kaum einmal kamen Franck Ribéry und Co. an ihm vorbei. Zudem glänzte Kramer im Aufbauspiel, 92 Prozent seiner Pässe fanden einen Mitspieler.

Rechtes Mittelfeld: Marcel Sabitzer
Für Marcel Sabitzer war es bislang keine einfach Saison, gegen Nürnberg schoss sich der Offensivspieler von RB Leipzig aber den Frust von der Seele. Zwei Tore steuerte Sabitzer zum 6:0 bei, vier Abschlüsse verbuchte er insgesamt. Zudem erwies er sich mit einer Passquote von 90 Prozent als sicherer Mann fürs Kombinationsspiel. „Wir haben es gut gemacht, waren vorne hungrig und hinten konsequent. Dann gewinnst du eben auch in der Höhe“, lobte der 24-Jährige anschließend.

Offensives Mittelfeld: Jonas Hofmann
Jonas Hofmann ist die Entdeckung der Saison bei Borussia Mönchengladbach. Woche für Woche liefert der 26-Jährige derzeit Spitzenleistung und hat bei fast allen Angriffen der „Fohlen“ seine Finger im Spiel. So auch beim 3:0 gegen den FC Bayern: Sowohl den ersten als auch den zweiten Treffer der Gladbacher bereitete Hofmann vor, zudem riss er eine Laufstrecke von 13,6 Kilometern ab und war damit ein steter Unruheherd für das Aufbauspiel des Rekordmeisters. Damit verdiente er sich die bereits dritte Berufung in die Lattenkreuz-Auswahl in dieser Saison.

Linkes Mittelfeld: Philipp Max
3:4 musste der FC Augsburg am Ende die Waffen strecken, dennoch durften sich die Schwaben als Gewinner fühlen. Gegen Dortmund schließlich hatten sie einen starken Auftritt hingelegt und waren erst in letzter Sekunde unterlegen. Zu den besten Spielern auf dem Platz gehörte dabei Philipp Max. Unermüdlich war der 25-Jährige am Samstag auf seiner linken Seite unterwegs und setzte – man könnte sagen: wie üblich – zahlreiche Offensivakzente. Das 3:3 Michael Gregoritschs bereitete Max per Ecke vor, vor dem 1:0 durch Alfreð Finnbogason hatte er eine Freistoßflanke geschlagen, das 2:1 erzielte er selbst.

Angriff: Luka Jović, Bobby Wood und Paco Alcácer
Normalerweise ist Luka Jović der Edeljoker bei Eintracht Frankfurt, Sébastien Haller und Ante Rebić besetzen die Stammpositionen. Am Sonntag durfte der Serbe ausnahmsweise mal von Beginn an ran – und empfahl sich nicht zum ersten Mal für weitere Einsätze. Geistesgegenwärtig leitete er beim 2:1 gegen Hoffenheim den Führungstreffer Rebićs ein, um dann in Hälfte zwei das zweite Tor nachzulegen. Ebenfalls zweimal jubeln durfte am Tag zuvor Bobby Wood: Beim 3:1-Erfolg von Hannover 96 im Kellerduell mit Stuttgart zeigte der viel gescholtene Stürmer eine blitzsaubere Leistung, zweimal war er per Kopf zur Stelle. Zudem bestritt Wood 29 Zweikämpfe. Komplettiert wird die Auswahl durch den Mann des Wochenendes: Paco Alcácer. Der Spanier nämlich verströmt derzeit ligaweit so viel Gefahr wie kein anderer Angreifer. Gerade einmal eine halbe Stunde Einsatzzeit benötigte Alcácer am Samstag, um Borussia Dortmund mit drei Toren zum 4:3-Sieg gegen Augsburg zu schießen. Damit führt der 25-Jährige mit nun sechs Treffern die Torjägerliste an – bei insgesamt gerade mal 81 Minuten Spielzeit.