Zwei Blitztore bringen Eintracht den nächsten Sieg

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Zehntes Spiel, neunter Sieg: Eintracht Frankfurt bleibt das Team der Stunde. Am Samstagnachmittag setzten sich die Hessen mit 3:1 (1:0) gegen den FC Augsburg durch. Blitztore jeweils zu Beginn der beiden Hälften waren entscheidend.

Einen schmerzhaften Ausfall hatte Augsburg zu verkraften, Alfreð Finnbogason musste aufgrund von Adduktorenproblemen passen. Den Torjäger ersetzte Julian Schieber. Zudem nahm FCA-Trainer Manuel Baum zwei weitere Veränderungen im Vergleich zum 1:2 gegen Hoffenheim vor: Fredrik Jensen und Michael Gregoritsch starteten anstelle von Marco Richter und Ja-Cheol Koo. Baums Gegenüber Adi Hütter dagegen nahm keine Wechsel vor und schickte die Frankfurter Startelf ins Rennen, die vor zwei Wochen 3:0 gegen Schalke gesiegt hatte.

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Neunmal in Folge war die Eintracht unbesiegt geblieben, mit entsprechend breiter Brust startete sie in Augsburg – und erwischte die Hausherren kalt. Nach 43 Sekunden durfte Frankfurt die Führung durch Jonathan de Guzmán bejubeln, Sébastien Haller hatte nach langem Ball von Makoto Hasebe abgelegt. Wenig später gab es dann aber den ersten Schockmoment für die Gäste: David Abraham musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, den Abwehrchef ersetzte Marco Russ (5.).

Rebić und Jović verpassen zweites Tor

Augsburg zeigte sich zudem nicht geschockt vom Rückstand und verbuchte durch Gregoritsch (6.) und Daniel Baier (14.) erste kleinere Chancen. Die große Möglichkeit aber gab es wiederum für Frankfurt: Ante Rebić hätte nach Vorbereitung von Luka Jović nur noch einschieben müssen, schoss aus kurzer Distanz aber am Tor vorbei (16.). Auf der Gegenseite stand Gregoritsch beim vermeintlichen Ausgleich im Abseits (22.).

Der Österreicher war der große Aktivposten bei Augsburg, über den fast alle Offensivaktionen liefen. Immer wieder unterband Hasebe aber die Angriffe des FCA. Gefährlicher blieb Frankfurt mit gezielten Nadelstichen. Doch auch Jović verpasste das zweite Tor, Andreas Luthe entschärfte einen Lupfer des Serben (30.). Desto weiter es Richtung Halbzeit ging, desto dominanter wurde allerdings Augsburg. In letzter Minute wurde Gregoritsch von Evan N’Dicka gestoppt (38.), wenig später parierte zudem Kevin Trapp gegen den 24-Jährigen (43.). Nach einer Ecke schoss Daniel Baier einen Distanzschuss über das Tor (40.). Wenig später ging es erst mal in die Pause.

Dieses Mal trifft Haller früh

Ein Blitztor hatte die Eintracht in Führung gebracht – und auch in den zweiten Durchgang starteten die Gäste mit einem solchen Treffer. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wurde Haller durch Jović freigespielt, und der Franzose tunnelte Luthe zum 2:0 (47.). Es war das siebte Spiel in Folge, in dem Haller ein Tor markierte. Der Augsburger Widerstand war nun erst mal gebrochen, in aller Ruhe durfte die Frankfurter Defensive anschließend den Ball halten. Mehr als eine Viertelstunde dauerte es, ehe der FCA mal wieder vor Trapp auftauchte. Ein Kopfball von Martin Hinteregger ging aber über das Tor (64.).

Die endgültige Entscheidung führte schließlich Rebić herbei: Danny da Costa spitzelte den Ball an Luthe vorbei, der Kroate schob zum 3:0 ein (68.). Angesichts der Harmlosigkeit seines Teams nahm Baum einen Wechsel vor: Für Schieber kam Koo (72.). Doch auch bei besten Möglichkeiten wollte der Ball nicht über die Linie. Nach dickem Hasebe-Patzer hatte Caiuby die Doppelchance, scheiterte jedoch erst an Trapp und schob den Ball anschließend am Tor vorbei (73.). Der FCA wachte nun noch mal auf, Baier (76.) und Philipp Max (78.) mussten sich aber ebenfalls Trapp geschlagen geben. Zwar sorgte der eingewechselte Sergio Córdova noch für das 1:3 (90.), der neunte Sieg der Eintracht im zehnten Pflichtspiel in Serie geriet aber nicht mehr in Bedrängnis. Der Lohn: Platz zwei, zumindest bis zum Gladbacher Spiel am Sonntag gegen Hannover.